Aggressionsverhalten

Aggression !

Notwendige Kommunikation oder nur unerwünschtes Verhalten?

Auf der einen Seite Aggressionsverhalten, auf der anderen Seite normales Verhalten, das der artspezifischen Kommunikation dient, jedoch ein nicht gern gesehenes Thema in unserer menschlichen Gesellschaft darstellt.

So unterschiedlich unsere Hunde aussehen, so unterschiedlich tritt auch ihr aggressives Verhalten in Erscheinung. Es sind Persönlichkeiten, die sich auf ihre eigene Art äußern. Während die einen im Allgemeinen aggressiver auffallen, pöbeln die anderen nur an der Leine, randalieren bellend, zum Teil schon schreiend, am Gartenzaun oder raufen mit jedem, der ihnen zu nahe kommt.

Wieder andere zeigen sich nach außen aggressiv und selbstsicher, während sie in ihrem inneren Wesen total unsicher sind.

Manche Hunde empfinden andere Artgenossen als bedrohlich, störend oder gar überflüssig. Gleichermaßen kann sich der Hund sowohl fremden als auch bekannten Menschen gegenüber  aggressiv zeigen.

…Ursachen für Problemverhalten gibt es viele.

Warum es zu einem Problem gekommen ist, und welche Möglichkeiten der Therapie es gibt, lässt sich in einer individuellen Einzelberatung herausfinden.

Aufmerksammer Hund Kulmbach

Aggressiver Hund

Das Aggressionsverhalten des Hundes ist ein wahnsinnig spannendes Themengebiet. Nichts erschreckt uns so sehr wie ein knuffiger Haushund, der plötzlich seine Zähne zeigt oder sie sogar einsetzt. Beißvorfälle sind schrecklich, und auch der Alltag mit einem Hund, dem man „nicht trauen kann“, schränkt das Leben für alle Beteiligten ein…. Enttäuschung, Wut und Unsicherheit sind ständige Begleiter der Hundehalter von „schwierigen“ Hunden.

Trotz allem gehört Aggressivität zum normalen Ausdrucksverhalten des Hundes.

Ich möchte Beißvorfälle auf keinen Fall beschönigen. Solche zählen  auch für mich zu ganz schrecklichen Ereignissen. Dennoch stelle ich bei meiner Arbeit als Hundetrainerin immer wieder fest, dass oft nur eine Seite der Geschichte betrachtet wird. Es wird geschimpft, dass der Hund aggressiv und unkontrollierbar sei. Dass der Hund aber zuvor „freundlich“ gedroht hat, versucht hat, mitzuteilen, dass ihm in dieser Situation nicht wohl ist, bevor er als letzte Konsequenz nur noch den Ausweg gesehen hat, seine Zähne einzusetzen, wird leider sehr oft nicht gesehen.

Ich kann mich noch gut an den Hofhund erinnern, der bei meinen Großeltern im Dorf lebte. Uns Kindern wurde vor 25 Jahren noch beigebracht, dass wir den Hund in Ruhe lassen sollen, wenn er tut, wofür er jahrhundertelang gezüchtet wurde: Aufpassen und den Hof vor ungebetenen Eindringlingen beschützen. Heutzutage hingegen müssen sich Hunde regelrecht „ALLES“ gefallen lassen, ohne auch nur mit den Wimpern, Entschuldigung, Lefzen zu zucken.

Besucher, egal wie unhöflich sie sich gegenüber dem Hund verhalten, müssen immer und ohne Ausnahme höflich begrüßt werden. Und Kinder, die am Gartenzaun einfach mal streicheln wollen, müssen freundlich in Empfang genommen werden. Diese Erwartungen erhöhen zusätzlich den Druck auf die Menschen, deren Hunde nicht von jedem Fremden angefasst werden wollen oder schnell gestresst reagieren.

Natürlich möchte ich Verletzungen durch Hunde keinesfalls verharmlosen. Es ist enorm wichtig, die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, welches bereit ist seine ca. 42 Zähne nicht nur zum Fressen einzusetzen, und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Es wäre fatal, die Augen vor der potentiellen Gefahr zu verschließen, in der Hoffnung, dass sich das Problem irgendwann schon von alleine lösen wird.

Auf der anderen Seite sollten wir akzeptieren, dass Hunde niemals zu 100 % sicher und „vollkommen lesbar“ sein werden. Wir sollten ihre Grenzen respektieren, während wir ebenfalls solche setzen.

Hunde sind Individuen wie Du und ich, mit eigenen Stimmungsschwankungen, Erfahrungen, hormonellen Veränderungen, möglichen Krankheiten oder Angstzuständen.

Wer-Wie-Was-Warum? - Hier erfährst Du mehr!

Was ist Aggression?

Anzeichen von Aggression können sehr deutlich sein, wie z.B. gezieltes Beißen, aber auch sehr fein und für den Laien kaum ersichtlich. Letztere werden im schlimmsten Fall sogar falsch interpretiert.

Typische Anzeichen für Aggressionsverhalten können sein:

  • fixieren
  • drohbellen
  • knurren
  • schnappen
  • beißen
  • steifer Gang
  • gesträubtes Nackenfell
  • hoch getragene Rute
  • erweiterte Pupillen
  • geschlossener Fang
Natürlich bedeutet nicht jede hoch getragene Rute oder geschlossene Fang (Maul des Hunde) ein erstes Anzeichen für Aggressionsverhalten.
Um wirklich einschätzen zu können, ob ein Hund aggressives Verhalten zeigt oder nicht, ist es wesentlich, sich das gesamte Display (den ganzen Körper) des Hundes anzuschauen.
 
Häufig hört man von Erzählungen, der Hund habe vor dem Biss mit der Rute gewedelt. Sein Wedeln mit der Rute muss nicht Ausdruck der Freude sein, grundsätzlich ist dieses immer nur ein Ausdruck von Erregung, der sowohl freundlich als auch unfreunfreundlich gemeint sein kann.
 

 

  • Territorial bedingte Aggression
  • Angstbedingte Aggression
  • Ressourcenbedingte Aggression
  • aggressives Jagdverhalten
  • aggressives Spielverhalten
  • aggressive Übersprungshandlungen
  • sexuell motivierte Aggression
  • ideopatische Aggression („Cockerwut“)

 

Es ist sowohl für Dich selbst als auch für den Trainer wichtig, den genauen Auslöser des Aggressionsverhaltens zu erkennen. Hierzu ist es erforderlich, genau zu wissen, wie lange das Verhalten des Hundes schon besteht. So lässt sich auch einschätzen, wie gefährlich dieses objektiv betrachtet wirklich ist.

Niemals darf Aggression mit Gegenaggression beantwortet werden. Wer Hunde anschreit, schlägt, tritt oder sonst wie aggressiv angreift, schreit im Grunde nur mit und wird niemals als kompetenter Partner vom Hund akzeptiert werden.  Zudem entfernt sich ein Mensch, der so handelt, immer mehr von der Vermittlung der alternativen Verhaltensweisen und schraubt die Spirale der Eskalation nur höher.

Zunächst finden wir die bei Euch vorliegenden Probleme heraus. Gerade bei der Verhaltensberatung kann man nie genau sagen, wie lange wir hierzu brauchen werden. Das liegt ganz an Dir, Deinem Hund und Eurer aktuellen Situation.

Unerwünschte Verhaltensweisen, die sich oft über Jahre eingeschlichen und gefestigt haben, lassen sich in aller Regel leider nicht über Nacht lösen. Sie sind ein Prozess, genau wie die Entstehung des Problems auch.

In der Regel lernen wir uns in einem ersten Telefonat kennen,  im Anschluss sende ich Dir einen Fragebogen per Mail oder auf besonderen Wunsch per Post zu, den Du ausfüllst und an mich zurück sendest. Anhand dieses Fragebogens kann ich einen  Eindruck  von Eurer momentanen Situation erhalten und das Problem einschätzen.

Bis hierhin entstehen für Dich keinerlei Kosten.

Nachdem ich den Fragebogen von Dir zurückbekommen habe, telefonieren wir erneut und Du erhältst von mir eine erste kurze Beurteilung. Eine detallierte Beurteilung kann ich erst abgeben, wenn wir uns in einem persönlichen Termin kennengelernt haben. Hundeverhalten ist ein komplexes Thema, das genauestens analysiert werden muss. Dies gelingt nur mit den eigenen Augen bei der persönlichen Begegnung. Ich bitte um Dein Verständnis. Nach unserem zweiten Telefonat liegt es an Dir, ob Du mit mir zusammen arbeiten möchtest.

Unter dem Menüpunkt Preise kannst Du Dir einen ersten Überblick verschaffen, mit welchen Kosten Du in etwa rechnen kannst. Ich bitte an dieser Stelle nochmals um Verständnis, dass bei ernsthaften Verhaltensproblemen leider nie vorab ein ganz genauer Rahmen gesteckt werden kann. Vielleicht ist Euer Problem bereits nach ein bis zwei Trainingsstunden gelöst. Genauso möglich ist es, dass  ein längerer Zeitraum notwendig wird.  Das liegt ganz an Euch.

Sämtliche Kosten sind vor der ersten Buchung oder am Tag des Termins zu begleichen, entweder per Vorkasse oder in Bar im Anschluss an die Stunde.

Abos kannst Du bequem per Dauerauftrag bezahlen. Ich bitte um Verständnis, dass Absagen mind. 24 Stunden vor dem Termin erfolgen müssen. Ansonsten wird eine pauschale Aufwandsentschädigung von 25,00 € berechnet. Nicht abgesagte Termine werden in voller Höhe inkl. eventuell entstandener Fahrtkosten in Rechnung gestellt.

Welche Maßnahmen ergreife Ich bei Aggressionsverhalten

Es ist enorm wichtig einen aggressiv gewordenen Hund ausreichend zu schützen, dabei genügt es oft nicht den Hund nur dauerhaft an einer langen Leine zu führen, gerade die oft beliebten Flexileinen zählen keinesfalls zu einem sicheren Schutz des Hundes. Nicht dem Schutz eines sozialen und erst recht nicht der Sicherung eines aggressiven Hundes.

Zu einer guten Ausrüstung eines aggressiv auffälligen Tieres gehören, ein breites dem Halsumfang des Hundes angepasstes Halsband, das gut sitzt. Würgehalsbänder oder Halsbänder mit Zugstopp zählen keinesfalls zu einem guten Halsband. Gerade ein Würgehalsband kann den Hund Aufgrund des durch das Halsband zugeführten Schmerzes noch mehr aufregen und ein Zugstopphalsband birgt zudem die Gefahr, dass sich der Hund durch geschicktes zurückziehen leicht selbst befreien kann.

Besser geeignet ist ein gut sitzendes, gut gepolstertes Brustgeschirr das hat den großen Vorteil, dass sich der Hund in brenslichen Situationen auch einmal besser fixieren lässt.

Ausserdem gehören zu einer guten Ausrüstung auch stabile dem Gewicht des Hundes angepasste Leinen, in unterchiedlichen Längen.

Manchmal zählen auch z.B. Fahrradhandschuhe als nützliches Accessoire für den Hundehalter, um die Leine besser halten zu können, den kaum etwas ist unangenehmer, als das brennende Gefühl der Hundeleine die durch die Handfläche gerissen wird.

Zu einer sicheren Ausrüstung eines aggressiven Hundes gehört für mich auch unbedingt ein gut sitzender und bissfester Maulkorb. Wenn Du dir unsicher bist welches Modell für Deinen Hund geeignet ist, sprich mich einfach an, ich berate Dich gern.

Insbesondere das Aggressionsverhalten des Hundes stellt ein ernstzunehmendes
Problem dar. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es oft nicht zielführend ist, am
Verhalten des Hundes alleine ohne professionelle Hilfe zu arbeiten.

Aggressionsverhalten gehört unbedingt in die Hände eines/einer Fachmanns/-frau,
der/die sich intensiv mit dem Ausdrucksverhalten sowie den Lerngesetzen des
Hundes beschäftigt hat.

Um herauszufinden, warum Dein Hund tut, was er tut, ist es besonders wichtig, das Verhalten ganz genau zu analysieren. Dies gelingt uns am besten im Erstgespräch.

Wie so ein Erstgespräch abläuft? – Das erfährst Du unter der Rubrik „Erstgespräch“.


Desensibilisierung

Bei der Desensibilisierung wird der Hund in vielen kleinen Schritten an einen Angst auslösenden Reiz herangeführt. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sich der Hund bei jeder Reizsteigerung noch wohlfühlen kann. Er darf zwar aufmerksam sein, aber kein  unerwünschtes Verhalten oder einen veränderten Gefühlszustand zeigen.

Wenn der Hund dem Reiz zu schnell angenähert wird oder ihm dieser durch unglückliche Umstände in voller Intensität ausgesetzt wird besteht die Gefahr eines Rückfalls.

Mit richtig dosierten und ausreichend häufig ausgeführten Übungseinheiten, meist über mehrere Wochen hinweg, löst der Reiz nach und nach das unerwünschte Verhalten nicht mehr aus. Ruhiges und entspanntes Verhalten sollte bestätigt und belohnt werden. Dieses gezielte Belohnen stellt den Beginn einer Gegenkonditionierung dar.

Gegenkonditionierung

Bei der Gegenkonditionierung lernt der Hund, dass ein vermeintlich Angst auslösender Reiz etwas Positives ankündigt.

Die positive Erfahrung muss sofort im Anschluss an das Erscheinen des Angst- oder Aggression auslösenden Reizes erfolgen. Sie sollte so lange andauern wie der Reiz vorhanden ist und sofort wieder aufhören, sobald der Reiz verschwunden ist.

Wenn die Verknüpfung erfolgreich ist, löst im Laufe der Zeit der zuvor Angst auslösende Reiz Freude auf etwas Positives aus.

Jasmins mobile Hundeschule

Das Erstgespräch!

Erstgespräch? – Für was soll das gut sein?

Um herauszufinden, warum Dein Hund tut, was er tut, ist das Erstgespräch enorm wichtig. Auf dessen Basis kann ich für Dich und Deinen Hund einen erfolgreichen Trainingsplan erstellen.

Wir treffen uns hierfür zu einem gemeinsamen Spaziergang, bei dem ich mir einen genauen Überblick über die aktuelle Situation mit Dir und Deinem Hund verschaffen kann.

Das Erstgespräch ist ein wichtiger Punkt in der Arbeit mit Deinem Hund, da wir dort gemeinsam einen Trainingsplan festlegen. Neben der Aufschlüsselung vorhandener Probleme erhältst Du bereits im Erstgespräch wichtige Informationen für den Alltag mit Deinem Hund und bekommst gleichzeitig einen Einblick in meine Arbeit.

Du bist unsicher, ob ein Einzeltraining bei Deinem Hund sinnvoll ist bzw. Erfolg haben kann?

Ruf mich einfach an, und ich beantworte alle offenen Fragen.

 

 

 

 

So kannst du mich erreichen:

Die Datenschutzerklärung wurde gelesen und zugestimmt.