Über mich

Jasmin Ohnemüller

Mein Name ist Jasmin Ohnemüller, ich bin behördlich anerkannte Hundetrainerin nach §11 Abs. 1 Nr. 8f des TierSchG, sowie ausgebildete Ernährungsberaterin.
Ich freue mich, dass Du mich kennenlernen möchtest.
 
Ich lebe mit meinem Mann, meinem Sohn und unseren zwei Hunden, der Parson-Jack-Russel Hündin Zelda (13 Jahre) und der Border-Collie-Mix Hündin Kimba (9 Jahre), in einem kleinen Einfamilienhaus in Kulmbach.
Tariner bei Leidenschaft Hund
Beruflich war ich lange total falsch
 
Schon als Kind war es mein innigster Wunsch, alles über Tiere in Erfahrung zu bringen. Ich wollte schon sehr früh verstehen, wie Tiere „ticken“, wie sie leben, wie sie kommunizieren und was sie brauchen, wenn wir sie zu uns holen.
 
Auf dem Rücken der Pferde beobachtete ich alles, was mir unter die Augen kam, egal ob es das Verhalten der Tiere auf der grünen Weide war, die Amsel, die sich an der Pferdetränke niederlaß, um sich zu erfrischen, oder der Käfer, der an der Rinde der großen Eiche entlang krabbelte.
 
Nach meinem 13. Geburtstag änderte sich mein Leben schlagartig. Einer meiner größten Herzenswünsche ging in Erfüllung, mein erster eigener Hund, der Yorkshire Terrier Rüde Lupo, zog im Alter von zehn Wochen bei uns ein.
 
Als frisch gebackene Hundemama war mir natürlich sofort klar, so ein junger Hund braucht vor allem viel Liebe und natürlich auch ein bisschen Erziehung.
 
Wir besuchten die Welpenschule und die unterschiedlichsten Beschäftigungskurse. Durch ein wenig Glück durften wir trotz des zarten Alters von Lupo in die Sporthundegruppe THS hineinschnuppern.
Was zunächst mit etwas Zeitvertreib in der Hundeschule begann, entwickelte sich innerhalb von kürzester Zeit als echte Leidenschaft, die heute aus meinem Leben nicht mehr weg zu denken ist.
 
Als Kind war mir immer klar, dass ich entweder im Zoo oder beim Tierarzt arbeiten möchte.
Aus privaten Gründen klappte dies leider nicht. Ich entschloss mich, eine Ausbildung als staatlich anerkannte Kinderpflegerin zu machen, womit ich, um ehrlich zu sein, alles andere als glücklich war. Im Jahr 2006 kam mein Sohn Elias zur Welt. Als alleinerziehende Mutter war es nicht immer einfach, beruflich durchzukommen. Ich jobbte in den unterschiedlichsten Branchen und lernte viele verschiedene Menschen kennen, die mich auf meinem Weg begleiteten. Dabei lernte ich auch viel über mich selbst.
 
Mit 22 Jahren, fast schon mit beiden Beinen im Leben stehend, traf ich die Entscheidung, eine zweite Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau zu machen.
 
Dass ich doch eigentlich etwas mit Tieren hatte machen wollen, war völlig in Vergessenheit geraten. Alles war soweit gut, wäre da nicht dieser Terrier gewesen, der mich tagtäglich daran erinnert hat, dass eben nicht alles gut ist…
 

Endlich die richtige Richtung

Im Jahr 2008 lernte ich meinen damaligen Freund kennen und mit ihm zusammen die zwei Jahre alte Terrier Hündin Zelda. Was zunächst als echte Herausforderung begann, entwickelte sich aus heutiger Sicht zu dem Besten, was mir jemals passieren konnte.
Ohne diesen Hund würde ich heute niemals dort stehen, wo ich stehe.
 
Die To-do-Liste war lang, sehr, sehr lang, wie oft wurde uns gesagt, das bringt nichts, findet euch damit ab, dieser Hund wird niemals resozialisierbar werden. Es ging sogar so weit, dass uns geraten wurde, es sei vielleicht besser, uns und vor allem den Hund von seinem Verhalte zu erlösen.
 
Themen wie Aggressionsverhalten gegen Artgenossen, umgerichtetes Aggressionsverhalten gegen Menschen, Territorialverhalten, Ressourcenaggression, ein schier unbändiger Bewegungsdrang, unkontrolliertes Jagdverhalten und noch viele weitere Themen standen bei uns auf der Tagesordnung.
 
Doch wir haben nie aufgegeben, wir haben gekämpft, trainiert, ja, und manchmal geweint, aber es hat sich gelohnt. Heute ist aus diesem fast nicht zu kontrollierenden Wirbelwind ein unglaublich toller Hund geworden, ein Hund, der heute mit großem Lebenswillen durch die Welt geht und ein ganz normales Hundeleben führen kann, ohne Maulkorb und gesicherten Boden.
 
Im Jahr 2015 ist uns sogar das einst unmöglich Geglaubte gelungen, wir haben zusammen die Begleithundeprüfung bestanden und starten seitdem sehr erfolgreich im Agility.

Warum ich überhaupt Trainer wurde

Bis zum Einzug von Zelda hatte ich bereits einige Hunde kennengelernt und gelegentlich im Hundesportverein assistiert, jedoch muss ich ehrlich sagen, ich bin bis zu diesem Tag immer davon ausgegangen, dass es so richtig verhaltensauffällige Hunde irgendwie nicht zu geben scheint.
 
Und dann kam Zelda. Mit ihrem Einzug begann für mich eine wahre Odyssee an Hundeschulbesuchen. Wir waren in so vielen Hundeschulen, jeder Besuch war auf seine ganz eigene Art gut und richtig.
Jedoch wurde mir leider sehr schnell klar, so richtig kommen wir nicht voran. In der Hundeschule und unter der Anleitung des jeweiligen Trainers hat so manches funktioniert, doch wehe wir standen wieder allein auf weiter Flur in einer der gefühlt unzähligen Hundebegegnungen.
Wir fingen an, zu den skurrilsten Uhrzeiten an den abgelegensten Orten Gassi zu gehen, immer nur mit dem einzigen Ziel, möglichst auf wenige Menschen, Tiere oder gar Artgenossen zu stoßen.
 
Eines Tages, als ich mich mal wieder morgens um 4 Uhr aus dem Bett gequält hatte, traf ich einen Entschluss, so wie es jetzt gerade war, konnte und durfte es einfach nicht weitergehen!
Was nützt es, unzählige Stunden in geschütztem Umfeld auf dem Hundeplatz zu stehen, zu versuchen, das Erlernte umzusetzen, wenn man letzten Endes doch wieder scheiterte, wenn sich auch nur ein klitzekleiner Funken im Gesamtbild geändert hatte.
Ich wollte mehr, ich wollte einfach verstehen, warum dieser Hund so ist, wie er ist, und sich nicht einfach einmal wie ein ganz normaler Hund benehmen kann.
 
So begann ich, das Verhalten des Hundes zunächst im Eigenstudium zu erforschen. Ich besorgte mir unzählige Bücher, Studien von namhaften Verhaltensforschern und besuchte jedes Seminar und jeden Vortrag, der auch nur im Ansatz interessant sein konnte.
 
Daraufhin folgten meine Vereinstrainerausbildungen der Verbände DVG und BLV, im Herbst 2018 vervollständigte ich mein gesammeltes Wissen durch die behördlich anerkannte Sachkundeprüfung nach §11 Abs. 1 Nr. 8f des Tierschutzgesetz.
 

Was ist mir wichtig

Mir ist besonders wichtig, dass jeder Mensch, der mit einem Hund zusammen lebt, versteht, warum der Hund tut, was er tut.
Ich möchte, dass der Mensch nachvollziehen kann, warum es dem Hund in der jeweiligen Situation vielleicht gar nicht möglich ist, anders zu reagieren. Ich lege in meiner Arbeit besonders großen Wert darauf, jedes einzelne Hund-Mensch-Team genau dort abzuholen, wo es gerade steht, und möchte ihm Lösungsansätze an die Hand geben, die ihm helfen, das Zusammenleben zu verbessern.
 
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Probleme sind zum Lösen da. Es gibt keinen Grund, ein Hundeleben lang mit den Problemen des Vierbeiners leben zu müssen!
 

Mitglied im Berufsverband